Feuerwehr Glöwen

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1911 wurde die erste Glöwener Freiwillige Feuerwehr gegründet. Aus Spendengeldern der Glöwener Bevölkerung wurde 1924 das Feuerwehrhaus mit der Inschrift "Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr" errichtet und eingeweiht. Die Glöwener waren sehr stolz auf ihre Feuerwehr, welche sich in den Jahren mit dem Fortschritt an Technik ständig verbessert hatte. Jeder hatte Interesse daran, dass die Feuerwehr des Ortes gut ausgerüstet und immer einsatzbereit war, denn der gefürchetete "Rote Hahn" konnte sich auf jedes Grundstück setzten, ob arm oder reich. Mit der Gründung 1911 wurde der Bauer Paul Kuhblank Feuerwehrhauptmann, sein Bruder Otto war Zugführer. Beide führten unsere Feuerwehr von 1911 bis 1938 und nach dem Tode Pauls übernahm Otto Kuhblank die Führung bis 1945. Ab 1946 übernahm diese Aufgabe Schneidermeister Alfred Staak, danach Gerhard Wolf. 1952 setze sich Günter Ewert mit aller Kraft für die Feuerwehr ein, welches die vorhanden Urkunden zeigen. 1965 wurde Günter zum Brandinspektor befördert, dann konnte er aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr aktiv sein. 1975 wurde dann Erwin Eckert die Leitung übertragen, aber die Wehr war nicht mehr so aktiv wie früher, denn eine Wehr seht und fällt mit seinem Wehrleiter. 1986 wurde aus der Mitte der Kameraden Siegmund Pocivalnik zum Wehrleiter gewählt und damit eine Wende eingeleitet, welches die Auszeichnungen und Aktivitäten der Kameraden beweisen. Seit 1996 führt Ingo Kramer unsere Wehr. (Quelle: Homepage der Feuerwehr)


Aktuelle Meldungen

Freiwillige Feuerwehr Glöwen feierte 100-jähriges Bestehen

(30. 08. 2011)

Märkische Allgemeine v. 30.08.2011

 

GLÖWEN - Mit einem Volksfest beging die Freiwillige Feuerwehr Glöwen (Gemeinde Plattenburg) am Sonnabend ihr 100-jähriges Bestehen. Es wurde mit einem Korso von 19 Feuerwehrautos durch das große Dorf eingeleitet. Beteiligt waren befreundete Wehren aus der Umgebung sowie den Landkreisen Stendal und Ostprignitz-Ruppin.

Von weitem schon begrüßte auf dem Feuerwehrgerätehaus eine neue Wetterfahne mit den Jubiläumsdaten die zahlreich zum Gratulieren gekommenen Gäste. Zu diesen gehörte auch die Bürgermeisterin der Gemeinde Plattenburg, Gudrun Hoffmann. Sie stellte fest: „Als eine der Schwerpunktwehren hat die Feuerwehr Glöwen ihren festen Platz im Bereich des Brand- und Katastrophenschutzes der Gemeinde Plattenburg. So gibt es vor allem Einsätze auf den Bundesstraßen 5 und 107 sowie der Bahnstrecke zwischen Berlin und Hamburg mit ihren umfangreichen Waldgebieten.“

Das Aufgabenfeld der 27 aktiven Kameraden mit Wehrführer Jens Freye an der Spitze habe sich verlagert, so Hoffmann. Waren es früher hauptsächlich Brände, zu denen die Feuerwehr ausrücken musste, seien es heute die technischen Hilfeleistungen, die immer wieder neue Herausforderungen an die Kameraden stellten. „Daher ist es mir ein besonderes Bedürfnis, der Freiwilligen Feuerwehr Glöwen meinen Dank und meine Anerkennung für das bisher Geleistete auszusprechen“, erklärte die Bürgermeisterin.

Besonders bewährt hätten sich die Kameraden bei den Einsätzen während des Oderhochwassers 1997, bei den Elbehochwassern 2002 und 2006 sowie bei den komplizierten Einsätzen mit ihren Schneid- und Spreizgeräten bei Verkehrsunfällen. Eine große Herausforderung sei zudem der Brand des Glöwener Getränkestützpunktes im Januar 2010 bei Außentemperaturen von minus 15 Grad Celsius gewesen.

Die Bürgermeisterin rief den Kameraden zu: „Mit Stolz können Sie heute dieses Fest begehen. Die Bereitschaft des Einzelnen zum freiwilligen Dienst für das Gemeinwohl, dem Nächsten in Not und Gefahr beizustehen und zu helfen, ist bis heute erhalten geblieben. Mögen sich auch in Zukunft immer wieder Bürger bereit erklären, freiwillig und ehrenamtlich Mitglied in der Freiwilligen Feuerwehr zu werden.“ Dazu trage auch, wie es hieß, die aktive Jugendarbeit bei. Die Glöwener Jugendwehr zählt derzeit 18 Mitglieder.

Seit Sonnabend besitzt die Freiwillige Feuerwehr Glöwen eine Traditionsfahne, die mit dem Kletzker Feuerwehrbanner geweiht wurde. Hauptbrandmeister Michael Schneider, Leiter des Feuerwehrmuseums Stendal, nahm die Fahnenweihe anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Wehr nach einleitenden Trompetensignalen vor. Er hielt dazu die von zwei Fahnenkommandos abgesenkten Flaggen aneinander und erinnerte daran, dass sich die Feuerwehr dem Schutz des Gemeinwohls verschrieben hat. Er sprach die Hoffnung aus, dass die Fahne die Bürger der Gemeinde und die Kameraden verbinde und vor Schaden bewahre: „Mögen sich auch in Zukunft Menschen um die Fahne scharen, die andere retten und schützen.“

Finanziert werden konnte die kostbare Fahne der Glöwener Wehr mit der Spende des örtlichen Unternehmers Wolfgang Wenk. (Von Wolfram Hennies)

 

Aus der Chronik 
Am 7. Januar 1911 wurde die Freiwillige Feuerwehr Glöwen mit 30 aktiven Mitgliedern gegründet. Der Bauer Paul Kuhblank wurde Hauptfeuerwehrmann und leitete die Wehr bis 1938.

Am 20. Juli 1924 wurde das neu erbaute Feuerwehrgerätehaus an der Quitzöbeler Straße

mit der Inschrift „Gott zur Ehr – dem nächsten zur Wehr“ eingeweiht. Die Inschrift musste jedoch in den 70er Jahren auf Anordnung der DDR-Behörden entfernt werden.

Im Jahre 1928 erhielt die Wehr Glöwen ihre erste Kleinmotorspritze; 1933 wurde eine Zisterne am Ausgang des Dorfes in Richtung Netzow gebaut, die heute noch als Löschwasserreservoir genutzt wird.

Im Jahre 1991 wurde die ehemalige Armeewerkstatt zum neuen, größeren Feuerwehrgerätehaus umgebaut.

Aktuell verfügt die Wehr über ein Löschfahrzeug F 10, ein Tanklöschfahrzeug sowie über einen Mannschaftstransporter, der als Einsatzleitwagen genutzt wird. wh