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Kleinow

Kleinower Hauptstraße

Flyer

 

Kleinow

 

 

 

 

Im Jahre 1322 wurde das Dorf das erste Mal erwähnt. Ein Herr Hermanne van Klenowe stand zu jener Zeit im Dienste des Grafen Heinrich von Schwerin. Diese urkundliche Erwähnung gibt uns den Beweis dafür, dass das Dorf zu jener Zeit schon bestand. Das Dorf gehörte zum Rittersitz der von Burghagen. Kleinow hat sich bei der Neugründung als breites Straßendorf heraus gebildet. Es wird als „Felddorf“ bezeichnet. Im Jahre 1576 zählte man 17 Hüfner und 8 Kossäten in Kleinow. Eine Zählung nach dem 30jährigen Krieg im Jahre 1652 ergab für Kleinow 28 Personen. Um 1800 lebten in dem Dorf 187 Einwohner und es gab 39 Feuerstellen. Mit dem Bau eines Schulhauses an der Kirche wurde im Jahre 1810 begonnen. Zum Bau der Chaussee Berlin – Hamburg in den Jahren von 1815 bis 1828 sind von der Feldmark Kleinow 13 Morgen 76 Quadrat– Ruthen Acker abgetreten worden. Alle 10 Kilometer hat man einen Wegestein aufgestellt. In der Nähe der Kleinower Ziegelei steht noch ein Wegestein Perleberg– Berlin 130 km. Er ist heute ein Denkmal. Im Jahre 1840 werden der erste Tischler und Schmiedemeister genannt. 1846 standen in Kleinow 64 Wohnhäuser und im Ort lebten 267 Einwohner. In den Jahren um 1860 gestaltete sich die heutige Dorfansicht mit den großen massiven Wohnhäusern. Der Wirtschaftshof wurde zur Straße hin geschlossen. Die ältesten Häuser im Dorf wurden vor 1850 gebaut und sind im Fachwerkstil erhalten geblieben. Zu dieser Zeit säumte eine Feldsteinmauer die Grundstücke ein. Heute sind nur noch zwei von ihnen erhalten geblieben. Die Kleinower Ziegelei eröffnete als Dauerbetrieb im Jahre 1892 seine Pforten. Heute hat sich dort eine Dachbinderfirma angesiedelt. 1906 entschloss man sich zum Bau eines neuen Schulhauses und 1911 wurde eine Gaststätte errichtet. Im Jahre 1921 wurde der Ort an das Märkische Licht– und Kraftstromnetz angeschlossen. 1922 wurde das Kriegerdenkmal errichtet. Die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr fand im Jahre 1925 statt. Der zweite Weltkrieg forderte in Kleinow 8 Opfer. Die Gefallenen erhielten eine Gedenkfeier in der Kirche und am Ehrenmal. 1950 begann der Ausbau des 200 Jahre alten Gutshauses zum Schulobjekt. Heute befinden sich auf dem gesamten Gutsanwesen der Schulkomplex und die Kindertagesstätte. Die Dorfstraße ist im Jahre 1959 gepflastert und mit Rotdornbäumen bepflanzt worden. Das Straßendorf ist geprägt von großen Bauernhäusern und gepflegten Vorgärten. Wiesen erstrecken sich im westlichen Teil des Dorfes und werden vom Jeetzebach durchzogen. Die Kirche ist das älteste erhaltene Bauwerk des Dorfes aus den früheren Jahrhunderten. Die Bauzeit wird in das 15./16. Jahrhundert datiert. Sie ist massiv aus Feldsteinen errichtet. Die Mauerstärke beträgt im Erdgeschoss 1,50 Meter. Der Turm ist aus Fachwerk mit gemusterten Backsteinausmauerungen. In den Jahren 1968/69 wurden die Gefache erneuert, jedoch ohne Muster. Etwas Besonderes in der Kirche ist der Taufengel. Es ist eine holzgeschnitzte, bunt bemalte Figur in Engelsgestalt, an einem Seil schwebend im Raum hängend, kann er in den ausgestreckten Händen eine Schale mit Taufwasser aufnehmen. Der Taufengel trägt die Jahreszahl 1723 und das Familienwappen der Burghagens. Zum Ortsteil Kleinow gehören auch die Gemeindeteile Burghagen, Ponitz und Uenze.


Aktuelle Meldungen

Überraschung beim Pokalturnier der Freiwilligen Feuerwehr in Kleinow

(30.08.2011)

Märkische Allgemeine v. 30.08.2011

 

KLEINOW - Auch wenn Feuerwehr meist etwas mit Wasser zu tun hat – ohne die ständigen Regenschauer hätte es den Blauröcken, die sich am Samstag am traditionellen Pokalturnier der Freiwilligen Feuerwehr Kleinow (Gemeinde Plattenburg) beteiligt hatten, bestimmt noch etwas mehr Spaß gemacht. Doch die Kameraden aus Groß Gottschow, Uenze, Dannhof und Premslin/Glövzin sowie von der Gastgeberwehr zeigten Sportsgeist und bewältigten Löschangriff und Knotenübung allesamt mit recht guten Zeiten.

Eine Überraschung gab es gleich zu Beginn des Turniers: Feierlich eingeweiht wurde die neue Ausbildungs- und Wettkampfröhre der Ortswehr – aus verzinktem Stahl, acht Meter lang und mit einem Durchmesser von 70 Zentimetern. Damit können sich die Kleinower besser auf den Hindernislauf bei den Feuerwehrsport-Landesmeisterschaften vorbereiten, an denen sie schon mehrmals teilnahmen. Spendiert wurde die Röhre von der Sparkasse Prignitz, die sich, wie Elfi Gabriel vom Vorstand sagte, als regionaler Partner der Prignitzer Brandschützer verstehe. Ortswehrführer Mathias Beckmann versicherte, dass auch andere Wehren mit dem Gerät trainieren können. (uf)

 

Ergebnisse 
Am Pokalturnier 2011 der Freiwilligen Feuerwehr Kleinow nahmen sieben Mannschaften teil.

Die Gesamtwertung ergab einen Sieg von Kleinow I vor Kleinow II, Groß Gottschow, Uenze I, Uenze II, Dannhof und Premslin/Glövzin. Beim Nachwuchs bekam die Kleinower Jugendwehr als einzig teilnehmende den Pokal. uf