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Rambow

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Rambow

 

INFO-Flyer

 

Das Ersterwähnungsjahr des Ortes fällt in das Jahr 1359. 1415 wird in einem Schreiben folgender Sachverhalt dokumentiert: "Der Rath zu Perleberg übernimmt die Verpflichtung für die Kirche zu Wilsnack, eine beständig brennende Lampe zu erhalten. Das Holz für die Lampe wurde von einem Bürger to Rambow abgekauft, für einhundert Mark Lübisch."

Perleberger Bürger hatten auf dem Kirchhofe zu Rambow Gewalt verübt, die Stadt Perleberg wurde verurteilt und mußte für die Kirche in Wilsnack eine Lampe stiften.

 

Während des 30jährigen Krieges wurde Rambow total eingeäschert, nur das massive Gotteshaus trotzte aller Vernichtungen. Die Einwohner flohen aus dem Ort, wurden von den Seuchen erfaßt oder auf grausame Weise ermordet. Nach dem 30jährigen Krieg wurde im Jahre 1652 durch den Kurfürsten eine Volkszählung veranlaßt. Ein Samuel Ross wurde damit beauftragt. In Rambow zählte man 7 Personen. Man zählte nur die männlichen Personen. Im Jahre 1860 lebten 205 Einwohner im Ort, es standen 45 Wohnhäuser und 57 Wirtschaftsgebäude.

Um 1852 wurde mit dem Schulneubau begonnen, bis dahin mußten die Kinder nach Rosenhagen zur Schule gehen, ein zweistündiger Fußweg. Etwa 1860 oder früher war das Schulhaus dann fertig. Früher war das Schulhaus kleiner und niedriger.

Der hölzerne Kirchturm war baufällig geworden. er wurde 1874 beseitigt und man baute einen massiven Kirchturm ganz aus Feldsteinen. Der Friedhof wurde 1883 am westlichen Dorfende angelegt. Davor war die Begräbnisstätte an der Kirche.

1889, am Sonntag, dem 11. August wurde der neu erbaute Saal in der Gaststätte in Rambow eingeweiht. Gastwirt A. Otto hatte dazu eingeladen. Die freiwillige Feuerwehr wird im Jahre 1911 gegründet. Im März 1913 begann man mit der Pflasterung des Weges von Rambow nach Kleinow.

Ab 1847 bis 1861 wurde westlich vom Dorf zu beiden Seiten durch Ober- und Unterabbau Braunkohle zu Tage gefördert. Nach dem 2. Weltkrieg erhöhte sich die Einwohnerzahl in allen Prignitzdörfern. Die Aufgabe des Bauern war es, die Bevölkerung mit Lebensmitteln zu versorgen. 1946 wohnten in Rambow 351 Personen. Ein Konsum eröffnete am 1.1.1948 im Haus von Adolf Staack, davor waren keine Einkaufsmöglichkeiten im Ort. In den sechziger Jahren wurde ein Kiosk aus Brettern gebaut. 1986 wurde ein modernes Steingebäude errichtet, am Dorfeingang kommend von Krampfer auf der rechten Seite. Diese neue Einkaufsmöglichkeit konnte nur für kurze Zeit genutzt werden. Mit der Wende 1990 setzte ein Wandel beim einkaufen ein.

Bis 1950 gab es noch den Nachtwächter im Dorf, Paul Heinrich. Von 22 Uhr bis 6 Uhr früh mußte er im Dorf wachen. Bei Feuerausbruch war es seine Aufgabe, mit der Handglocke Alarm zu schlagen. Das Kopfsteinpflaster der Dorfstraße ist 1955 ausgebessert worden und auf eine Breite von 5 Metern erweitert worden, da sie früher sehr schmal war. Neben der Landwirtschaft siedelte sich auch reichlich Handwerk an. Stellmacher Johann Christian Behrendt hatte schon 1843 seine Werkstatt am Dorfausgang in Richtung Groß Werzin, rechts an der Kurve. Später hatte Heinrich Behrendt die Stellmacherei.

Ab dem Jahre 1894 wird ein Stellmachermeister August Jahnke genannt. Dort wo heute noch die Tischlerei ist, hatte er seine Werkstatt. 1845 werden ein Tischlermeister Johann Thiede und ein Zimmermann Johann Christian Glüse genannt. Über viele Jahrhunderte war eine Schmiede im Ort. Sie lag links hinterm Dorfteich in Richtung Groß Werzin. Bis vor dem zweiten Weltkrieg arbeitete der Schneidermeister Wilhelm Temler in Rambow. In den 1950er Jahren kamen der Malermeister August Babekuhl, der Ofensetzer Gleiniger und der Tischler Heinz Zander in den Ort, um hier ihr Handwerk auszuüben. Große Lindenbäume standen einst an der Straße. Die Linde vor der Schule wurde 1950 gefällt und zu Brennholz gemacht. Das aus dem vorigen Jahrhundert stammende Gebäude der Gaststätte wurde 1985 abgerissen. Man begann 1986/87 mit dem Wiederaufbau des Geländes. Ein neuer Saal, ein Jagdzimmer und eine Bauernstube wurden eingerichtet. Ab dem 1. Oktober 1987 bis 1990 konnte man sich über die neue Gaststätte freuen. Jetzt steht das Objekt leer ohne jegliche Nutzung.

 

 
 
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