Teilen auf Facebook   Teilen auf Google+   Link verschicken   Drucken
 

Gemeinde Plattenburg

Vorschaubild

Kletzke
Dorfstraße 52 a
19339 Plattenburg

Vorstellungsbild

Das kulturhistorische Zentrum der Gemeinde Plattenburg ist die malerisch in den wald– und wasserreichen Gebiet gelegene Plattenburg, die dem Amtsbereich auch ihren Namen gab. Es handelt sich hierbei um die älteste erhaltene Wasserburg Norddeutschlands, die im Jahre 1319 das erste Mal urkundlich erwähnt wurde. Das Bistum Havelberg kaufte die Plattenburg „mit dem Damme und der Mühle zu Groß Leppin“, so die Urkunde, als Lehn für 600 Silbermark vom Markgrafen Waldemar. Fortan war sie bis 1552 der Sommer– und Lieblingssitz der Bischöfe. Von 1560 bis 1945 bestimmte das Adelsgeschlecht derer von Saldern die Geschicke auf der Burg. An der idyllischen Lage der Plattenburg hat sich bis heute nicht viel geändert. Mit ihr ist eine der größten Wasserburgen Norddeutschlands erhalten. Für die Förderung und Erhaltung der Plattenburg hat sich 1991 ein gleichnamiger Verein gegründet. Heute ist die Burg ein kulturelles Zentrum der Prignitz, sie dient als Museum. Hier finden kulturhistorische Seminare, Workshops, Ausstellungen, Konzerte und die „Plattenburger Tafelrunde“ statt. Kultureller Höhepunkt ist das jährlich im Juni zum Sommeranfang stattfindende „Mittelalterliche Burgspektakel“. Außerdem bietet die Plattenburg mit ihrem Standesamt im Rittersaal Heiratswilligen die Möglichkeit, an diesem historischen Ort den Bund fürs Leben zu schließen. Die historischen Räume im „Bischofsflügel“ der Plattenburg ( Rittersaal und Halle ) zählen zu den schönsten erhaltenen Zeugnissen künstlerischer Innenraumgestaltung der Spätrenaissance in der Prignitz. Zum hervorragenden Schmuck des Rittersaales gehören die prächtige Tür, die einzigartige Sandsteintreppe und der prunkvolle Kamin. Sie sind beachtliche handwerkliche Leistungen aus der Spätrenaissance und wurden von Burchard von Saldern in Auftrag gegeben. Die wichtigsten Begebenheiten der wechselvollen Geschichte der Burg in Kürze: 1319 Erste urkundliche Erwähnung der Burg, Markgraf Waldemar verkauft sie an den Bischof Reiner von Havelberg 1539 Übertritt des Kurfürsten Joachim II. zur Reformierten Kirche 1548 Plattenburg wird 7. Prignitzer Kreis; nach dem Tod des letzten Havelberger Bischofs (Busso II. von Alvensleben) setzt Kurfürst Joachim II. seinen Sohn Friedrich als Bischof ein 1552 Prediger Ellefeld verbrennt die Wilsnacker Wunderbluthostien und wird auf der Plattenburg inhaftiert. Kurfürst Joachim II. verpfändet die Burg seinem Kämmerer Matthias von Saldern 1560 M.v. Saldern erhält Burg und Herrschaft ( inkl. Bad Wilsnack ) als erb– und eigentümliches Lehen 1631 Im Dreißigjährigen Krieg stellt der Schwedenkönig Gustav Adolf II. einen Schutzbrief für die Herrschaft Plattenburg aus 1675 Belagerung der Burg durch schwedische Truppen 1883 Der Backsteinturm brennt bei minus 15 Grad °C ab und wird weitaus höher wieder aufgebaut 1925 Sieghard von Saldern übernimmt die Herrschaft von Plattenburg bis 1945 1940 Kriegsgefangene Franzosen werden im Kapellenflügel einquartiert, die Burg dient teilweise als Lazarett 1945 Nach der Enteignung der Familie von Saldern leben Flüchtlingsfamilien bis 1960 auf der Burg 1969 Ausbau der Hochburg zum Ferienlager der Deutschen Reichsbahn, Nutzung bis 1991 Wie hoch die Plattenburg schon damals in der Gunst stand, belegt der Geschichtsschreiber Bekmann im Jahre 1753: „Wegen der angenehmen Lage zwischen den Wässern, Wiesen, Gärten und Buschwerk haben sich die Bischöfe hier gerne aufgehalten...“

 

Ein Video von der Plattenburg können Sie hier sehen.

 

Aktuelle Veranstaltungstermine der Plattenburg.  Termine Plattenburg 2014

Vorstellungsbild


Aktuelle Meldungen

380 Pedalritter erobern die Plattenburg

(02.05.2012)

Prignitzer v. 30.04.2012

 

Bilder von der Veranstaltung

Zwar nicht im Handstreich, aber dafür hoch auf dem Rad eroberten am Samstag 380 Pedalritter die älteste erhaltene Wasserburg Norddeutschlands. Die Prignitz radelt an, hieß es, und von zweieinhalb bis 81 Jahren machten sich Hunderte auf den Weg. Die ersten erreichten schon vor 11 Uhr das Ziel, die letzten eine Stunde später, aber dafür angeführt von einem Bischof und mit fliegenden Fahnen. Mit viel Applaus wurden die Kyritzer begrüßt.

Knotenpunkt 59 hatten sie alle erreicht. Und als Erinnerung bzw. um Geschmack auf mehr zu machen, gab es erstmalig einen Knotenpunktkeks. "Wir haben ihn gemeinsam mit dem Perleberger Bäckermeister Winfried Höfler entwickelt", verrät Uwe Neumann, Geschäftsführer des Tourismusverbandes. Der hochwertige Müsli-Keks, versehen mit der essbaren Papier-Knotenpunktnummer, fand dann auch regen Absatz. Übrigens, zehn Knotenpunktkekse einschließlich Strecke enthält die Tüte, die die Adebartour beschreibt und von Bad Wilsnack in die Elbtalaue führt. "Es ist ein Versuch, sich diese Radtouren im wahrsten Sinne des Wortes auf der Zunge zergehen zu lassen. Und wir hoffen natürlich, dass viele so auf den Geschmack kommen, die Prignitz als Radlerregion auch zu erkunden", so Uwe Neumann.

Derweil heizte nicht nur Klärchen tüchtig den Pedalrittern ein, die genüsslich sich das kulinarische Angebot am Fuße der Burg munden ließen oder dem Treiben auf der Bühne lauschten. Cultus Ferox - wilde Lebensart - die Gruppe machte ihrem Namen alle Ehre. Die Strapazen der Tour waren vergessen, die Masse tobte. Viel Applaus auch für die Brass-Band vom Wittenberger Gymnasium. Überaus zufrieden so auch Bernd Sakowski vom Organisationsteam der Gastgebergemeinde. "Die Vorbereitung war schon ein hartes Stück Arbeit, doch wenn am Ende das dabei heraus kommt, dann hat es sich gelohnt."



Großes Kompliment von den Prignitzer Stadt- und Gemeindeoberhäuptern. Sie ließen es sich nicht nehmen, stiegen zum Teil selbst aufs Rad und traten tüchtig mit in die Pedale. Der Roland und die Anna aus Perleberg, die Heidelbeerkönigin aus Pritzwalk, der Kyritzer Frosch, die Weiße Frau vom Schloss Demmerthin, der Wittenberger Fährmann Hildebrand und Ackerbürgerin Mathilde, zwei Pilgerinnen aus Bad Wilsnack, sie alle erwiesen ihre Ehrerbietung den erfolgreichen Eroberern der Plattenburg und vor allem den Gastgebern.

Doch nicht nur per Rad ging es zur Plattenburg. Jan-Erik Fritz (22 Jahre) aus Bad Wilsnack machte sich auf Schusters Rappen auf den Weg. "Ich begleite meinen Vater. Gesundheitsbedingt darf er kein Rad fahren, also wird gelaufen." Im Gewand der Pilgerinnen Marlies Kallweit und Elke Heyer. "Von Bad Wilsnack bis zur Plattenburg wurde geradelt und jetzt umrunden wir als Pilgerinnen die Burg", berichten sie schmunzelnd.

Dann war es soweit: Die Plattenburger übergaben den Lenker an den Gastgeber der nächsten Anradeltour - Groß Woltersdorf. Und gekürt wurde zudem die älteste Teilnehmerin 2012 - mit 81 Jahren Käte Lorenz -, die jüngste war Emilia Porep (zweieinhalb), beide aus Perleberg. Die größte Familie am Start waren die Meißners aus Wittenberge.

Foto zu Meldung: 380 Pedalritter erobern die Plattenburg